Digital Gedacht: Low-Code und KI – Wie Verwaltung schneller digital wird
Shownotes
Kann Verwaltung schnell eigene Software entwickeln?
Low-Code-Plattformen können die Entwicklung digitaler Anwendungen deutlich beschleunigen. Doch bevor ein analoger Ablauf digitalisiert wird, muss geklärt werden, ob der Prozess überhaupt noch sinnvoll ist. In dieser Folge von Digital gedacht spricht Moderatorin Angela Sielaff mit:
- Karsten Noack, Vorstandsvorsitzender der Low-Code Association e. V. und Gründer von Scopeland Technology
- Senem Akcam vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung Das Gespräch wurde beim German Low-Code Day in Hannover aufgezeichnet.
Themen der Folge
- Was Low-Code ist und wie es sich von No-Code unterscheidet
- Warum Low-Code professionelle Softwareentwicklung nicht überflüssig macht
- Wie Low-Code in der niedersächsischen Landesverwaltung eingesetzt wird
- Warum Geschäftsprozessmanagement und Low-Code zusammengehören
- Wie Fortbildungsanträge und Onboarding-Prozesse digitalisiert werden
- Wie Anwendungen von mehreren Ressorts und Behörden nachgenutzt werden können
- Welche Rolle Governance, Datenschutz und Informationssicherheit spielen
- Wie künstliche Intelligenz die Anwendungsentwicklung unterstützt
- Warum KI Beschäftigte unterstützen und nicht ersetzen soll
- Welche Kompetenzen IT-Fachkräfte künftig benötigen
- Wie Behörden sinnvoll mit Low-Code beginnen können
Im Podcast erwähnte Personen und Organisationen
- Niedersachsen.next Digitalagentur
- Podcast Digital Gedacht](https://niedersachsen-next.de/next-insight/))
- German Low-Code Day
- Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung](https://www.mi.niedersachsen.de/startseite/))
- IT.Niedersachsen
- Fa. Scopeland](https://www.scopeland.de/))
- Oracle APEX
- Appian
Weiterführende Informationen
Weitere Einblicke, Projekte und Folgen von Digital gedacht gibt es bei Niedersachsen.next im Bereich .next insight sowie auf den bekannten Podcastplattformen.
Redaktionelle Unterstützung
Redaktionell unterstützt wurde die Folge von Georg Redekop, KI- und Low-Code-Spezialist bei Niedersachsen.next.
Transkript anzeigen
00:00:06: Digital gedacht.
00:00:08: Wissen, Praxis, Inspiration rund um Digitalisierung für mittelständische Unternehmen.
00:00:20: Kann Verwaltung schnell sein?
00:00:22: Klingt erst mal so als sollte ein Witz daraus werden.
00:00:25: Erst recht wenn ich frage kann Verwaltung schnell ihre eigene Software bauen?
00:00:30: Warum?
00:00:31: die Antwort ganz klar ja lautet?
00:00:33: das will Ich heute mit meinen GesprächspartnerInnen herausfinden.
00:00:37: Und damit hallo und moin zu einer weiteren Ausgabe von Digital gedacht.
00:00:41: Ich bin Angela Sielaw, Kommunikationsmanagerin bei Niedersachsen Next und immer neugierig auf Technologien die Menschen und die Geschichten dahinter.
00:00:50: Also wie ist das mit der eigenen Software in einer Verwaltung?
00:00:54: Zum einen haben wir inzwischen künstliche Intelligenz – sie kann Inhalte auswerten und neu zusammenstellen also neue Inhalten erzeugen.
00:01:04: Dann gibt es Low Code!
00:01:07: Das ist die Möglichkeit, ohne oder mit geringer Ahnung in Sachen Programmierung eigene Anwendungen zu entwickeln.
00:01:14: Zusammen klingt das nach einem Turbo für die Digitalisierung – wirft aber auch neue Fragen zur Sicherheit, Verantwortung und Kontrolle auf!
00:01:21: Und vor allem auch wie verhindern wir dass aus einem schlechten analogen Prozess in einem Unternehmen in einer Verwaltung nur ein schlechter digitaler Prozess wird?
00:01:32: Darüber sprechen wir heute und zwar direkt beim German Local Day in Hannover.
00:01:36: Worum es bei diesem Entscheider- und Expertenkongress geht, darüber erfahren wir nachher auch noch mehr.
00:01:42: Ich darf begrüßen Carsten Noack den Vorstandsvorsitzenden der Locot Association und einen der deutschen Locot Pioniere.
00:01:50: Denn Carsten beschäftigt sich seit mehr als dreißig Jahren mit Softwareentwicklung die – das ist der Clou dabei fast ohne manuelle Programmierung auskommt.
00:01:59: Herzlich willkommen!
00:02:00: Ja vielen Dank für die Möglichkeit hier herzunehmen
00:02:04: Und Senem Akcham ist bei uns aus dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung.
00:02:11: Senem arbeitet mit daran Abläufe in Ministerien und Ämtern moderner und digitaler zu machen – und sie gewährt uns heute sozusagen einen Einblick in den digitalen Maschinenraum der Landesverwaltung!
00:02:23: Schön, dass du da bist!
00:02:24: Vielen Dank!
00:02:25: Ich freue mich auch!
00:02:27: Ich würde mit euch gerne zunächst mal ein paar Begriffe klären, denn auch unsere Zuhörenden sollen jetzt nicht munteres Basswort Rätselraten spielen müssen.
00:02:36: Carsten wie würdest du denn jemandem wie mir die in Excel zum Beispiel gerade einen Kalender erstellen und simpel multiplizieren und addieren kann erklären?
00:02:46: Was ist logot und was ausdrücklich nicht?
00:02:48: Ich sage mal in fünf Sätzen!
00:02:50: Das ist gar nicht so einfach an Filmsätzen zu beantworten aber ich will es mal versuchen.
00:02:54: Also Logo-Plattform sind hoch entwickelte Werkzeuge, die dazu dienen Softwareentwicklung erheblich zu vereinfachen, effizienter zu machen und manuelle Individualprogrammierung auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
00:03:10: Heute gibt es hunderte verschiedene Locot-Plattformen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen und Ausrichtungen.
00:03:16: Das heißt jetzt nicht unbedingt, dass jeder einfach so wie man nebenbei sich seine Anwendung baut.
00:03:22: Es ist trotzdem etwas für professionelle Entwickler, professionelle Locodeveloper – das sind zum Teil Seiteneinsteiger, zum Teil Erbuch Informatiker Und alle in guter Mischung einer gemeinsamen Teams.
00:03:40: mit solchen und solchen kann man sehr viel effizient das Softwareprojekte umsetzen.
00:03:47: Ja.
00:03:48: Und Angela, wenn du sagst dass du einen gut funktionieren Kalender bauen kannst und auch komplizierte Berechnungen in Excel machen kannst dann wäre das doch vielleicht für dich ein guter Einstieg als künftige Logo-Developerin.
00:04:01: Danke, dass du an mich glaubst Carsten aber mit dem Gut Funktionierend und kompliziert... Ja, soweit bin ich glaube noch nicht.
00:04:09: Ich lasse mir das jetzt lieber erst nochmal von dir erklären wie das eigentlich genau ist mit diesem Low-Code.
00:04:14: Denn da würde ich jetzt nochmal nachfragen wollen für die, die schon ein bisschen mehr Ahnung von Low Code
00:04:18: haben
00:04:19: Wo ist denn da jetzt die Grenze zu No Code?
00:04:21: Wo ist die Grenz zu klassischer Softwareentwicklung und zu einem KI generierten Code?
00:04:28: Das ist auch eine schwierige Frage weil eigentlich sind es drei Fragen in einer Und sie hat auch drei verschiedene Antworten.
00:04:36: Also zum Thema NoCode.
00:04:38: NoCod ist jetzt keine Alternative zu Locode, sondern Locode ist eine spezielle Ausprägung von Locode.
00:04:45: Es gibt Locode-Plattformen die sich darauf spezialisiert haben relativ einfache Anwendungsfälle abzudecken so dass man die Programmierung wirklich vollkommen sein lassen kann und alles per Konfiguration sich aufbauen kann.
00:05:03: Die Abgrenzung zur klassischen Softwareentwicklung, genauer gesagt zur klassischem Anwendungs-Entwicklung für einen speziellen Anwendungfall.
00:05:11: Die erübrigt sich weil die praktisch vollständig von LOCODE und KI generierten Softwarecode ersetzt wird.
00:05:21: Das wird es in Zukunft nicht mehr geben.
00:05:23: Spannend bleibt aber die Frage wie sich LOCOD und KI Kotgenerierung voneinander abgrenzen, das ist eine Frage die jetzt im Moment nach gar keine so ganz endgültig beantworten kann.
00:05:35: Das ist gerade ein Thema auch diese Konferenz hier.
00:05:38: Wachsen diese zwei Technologien zusammen zu einer oder grenzen sie sich abbleiben es doch zwei unterschiedliche Wege mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen?
00:05:47: Das werden wir in den nächsten Jahren sehen!
00:05:50: Ja, das klingt interessant.
00:05:52: Das heißt auch der Beruf des Informatikers wird sich wahrscheinlich dann auch stark verändern.
00:05:58: Sennem was bedeutet denn LOCODE für die niedersächsische Landesverwaltung?
00:06:02: Ist es ein Werkzeug eine Plattform, eine völlig andere Arbeitsweise?
00:06:07: wie würdest du das einordnen?
00:06:09: Also diese Frage würde ich glaube mit ja beantworten weil es ist von allem etwas.
00:06:13: Es ist sowohl Werkzeug, um schneller Anwendungen entwickeln zu können in der Landesverwaltung.
00:06:21: Das kann zu einer Plattform wachsen, indem ich dort eben die digitalen Lösungen auch bereitstelle und die Art und Weise ... Die Arbeitsweise in der Bundesverwaltung verändert sich dadurch natürlich auch.
00:06:34: von daher kann man gar nicht sagen ist es das eine oder andere?
00:06:37: Es ist von allem etwas sozusagen.
00:06:40: Klingt aber so als müsste man nicht unbedingt IT-fach Mensch sein das anzueignen, um das zu lernen, Carsten.
00:06:46: Du hast es eben ausgeführt.
00:06:48: Der Beruf des Informatikers wird sich verändern.
00:06:52: werden die irgendwann überflüssig sein oder werden sie entlastet dadurch dass jetzt ja sozusagen Kleinigkeiten oder vermeintliche Kleinigkeiten die Locot-Anwender selbst übernehmen oder entsteht einfach nur großes Chaos?
00:07:06: Ich hoffe, dass kein Chaos jetzt steht.
00:07:09: Warten wir es ab!
00:07:10: Aber auf jeden Fall eins kann man sagen Informatiker werden nicht überflüssig überhaupt nicht.
00:07:14: Es ist auch eine weitverbreitete Illusion.
00:07:16: das Logotechnologien oder KI generierte Softwareentwicklung des sogenanntes Web-Pudding Das das dazu führt, dass man gar keine Informatik mehr braucht Dass sich einfach die Endanwender ihrer Programme selber bauen Das ist eine Illusion.
00:07:33: An einigen Stellen sind wirklich Ausnahmefälle, wo das funktioniert.
00:07:36: In der Regel werden Anwendungen auch künftig von Spezialisten entwickelnd, von Logo-Developern zum Teil aber auch Informatik.
00:07:44: Man braucht beides.
00:07:46: Also hat sich mein Patenkind doch für den richtigen Studiengang entschieden?
00:07:48: Der studiert Informatikum.
00:07:50: Ja!
00:07:50: Das ist auf jeden Fall eine Richtung mit Zukunft.
00:07:53: Sehr
00:07:53: gut Ja, vielen Dank für eure Erklärungen.
00:07:55: Also können wir sagen Locode ist jetzt kein Zauberstab mit dem man so Simsalabim sich mal eine eigene App gestalten kann sondern Locode erzeugt einen kontrollierbaren Rahmen für Anwendung und Daten für Abläufe.
00:08:09: also ist es schon sowas wie eine Werkzeugkiste.
00:08:12: Karsten bevor wir gleich tiefer ins Thema eintauchen ganz kurz was ist der German Locoday?
00:08:18: Wie lange gibt's den schon und was hast du damit zu tun?
00:08:21: ich gebe dir wieder fünf Sätze maximal sieben.
00:08:24: Okay, ich versuche bei sechs zu bleiben.
00:08:28: Ja der Locut define seit zwanzig dreiundzwanzig hier in Hannover statt.
00:08:31: es gab mal einen Vorläufer im Berlin das ist aber schon eine ganze Weile her und er wird von der Locute Association entenger zusammen mit dem Wirtschafts- und Innenministerium und der digitalen Agentur Niedersachsen.next durchgeführt.
00:08:45: Das ist eine ganz tolle Veranstaltung die darauf abzielt den Dialog mit entscheidern IT-verantwortlichen IT-Strategien aus Wirtschaft und Verwaltung voranzubringen.
00:08:56: Und natürlich auch um aufzuzeigen, was wir als Anbieter leisten können, was solche neue Technologien leisten können und wie wir die Verwaltungen in der Wirtschaft unterstützen können.
00:09:11: Warum Hannover?
00:09:13: Warum Niedersachsen?
00:09:15: Also nach unserer Wahrnehmung ist Niedersachsen und überhaupt der Norden Deutschland immer schon ein bisschen vorne weg, immer schon einen Tick innovativer.
00:09:24: Und vielleicht spielt ihr auch noch mit ein bisschen der Geist eines legendären Ziebit mit hinein dass wir uns hier sowohl fühlen und das was hier so eine tolle Atmosphäre ist
00:09:39: Das klingt ganz toll in unseren Ohren jetzt wo der neue Landeslogan ja heißt Nieder Sachsen das ist groß gilt auch für IT-Entwicklung.
00:09:48: Ja, und wir sind heute hier zu Gast auf dem German-Locoat der in Hannover und reden über Locot für die Verwaltung.
00:09:55: Viele haben ja bei Verwaltungen eine schwergängige komplizierte Maschine vor Augen vielleicht so ähnlich wie der Motor auf einem großen Frachtschiff Und genauso wie in manchen Unternehmen ist es sicherlich schwierig da, was zum Laufen zu bringen.
00:10:08: Also davon geht man immer aus weil es eben gewachsene Strukturen gibt und Verfahren und langwierige Verfahren, hohe rechtliche Anforderungen und wenig Ressourcen für die IT.
00:10:19: aber dennoch soll das Schiff ja verlässlich funktionieren.
00:10:22: klingt nach einem nicht ganz so einfachen Testfeld.
00:10:25: Senem vorab Wie bist du denn zur Logo gekommen?
00:10:27: Was begeistert dich daran?
00:10:30: Zu Locut bin ich eigentlich über die Frage gekommen, wie kann Digitalisierung in der Verwaltung schneller und einfacher passieren?
00:10:39: Es ist mir aufgefallen dass oftmals gar nicht die Ideen fehlen.
00:10:42: Man hat konkrete Ideen man weiß was man möchte oder was man halt für seine tägliche Arbeit braucht.
00:10:47: das Problem sind meist entweder dass man nicht entsprechende Ressourcen hat oder dass die Umsetzungszeiten eben auch viel zu lange dauern.
00:10:58: Es schien mir sozusagen als ein Werkzeug, um diese Lücke zu schließen.
00:11:03: Und ich beschäftige mich jetzt seit mehreren Jahren mit dem Thema und ich denke das Einpotenzial oder was sehr wichtig ist, was Low-Code bietet, ist auch dass Fachbereiche zusammenarbeiten und eng mit eingebunden werden.
00:11:17: Dass man eben nicht klassische Softwareentwicklungsprojekte hat, dass man eben das an Softwareentweckler übergibt X-Monaten irgendwas umgesetzt, ohne dass die Fachbereiche vorher jemals die Lösung gesehen haben.
00:11:31: Sondern man kann wirklich von Anfang an da mit am Ball bleiben und das dann entstehen halt auch bessere und tragbare Lösungen.
00:11:42: Und die Leute, die die Lösungen anwenden sollen, die werden können von Anfangan mit einbezogen werden?
00:11:47: Und drauf schauen, dass dann am Ende auch was Gutes herauskommt, mit dem sie gut arbeiten können?
00:11:52: So ist es ja!
00:11:54: Wo ist denn da jetzt euer Ansatz in den niedersächsischen Ministerien?
00:11:58: Schaut ihr erstmal, okay welche Abläufe haben wir die auf Papier noch stattfinden und total verstaubt sind.
00:12:05: Oder guckt ihr oder ist der Personalmangel am größten?
00:12:08: Da müssen wir vereinbaren!
00:12:10: Oder schaut ihr zuerst aus dem Blickwinkel der BürgerInnen, die ja wirklich eine funktionierende Verwaltung
00:12:15: erwarten?!
00:12:16: Wir schauen nicht alleine drauf, wo die ältesten Vorgänge liegen oder wo eben am meisten Personalmangel herrscht.
00:12:23: Sondern wir schauen wohl in digitale Lösungen den größten Nutzenstiften.
00:12:28: Das können zum Beispiel Antragsgenehmigungsprozesse sein.
00:12:31: also solche Prozesse haben wir sehr oft und auch in hohem Maße in der Verwaltung Wenn Daten beispielsweise von Hand erfasst werden müssen, unterlangen per E-Mail hin und her geschoben werden.
00:12:42: Und eben Bearbeitungsstände auch schwer nachvollziehbar sind weil eben auch entsprechende Dashboards fehlen oder ähnliches.
00:12:50: Da schauen wir eben was könnte.
00:12:52: also welche Prozesse sind auch übergreifend?
00:12:55: Also wenn wir es einmal digitalisieren das ist eben auch viele Behörden und Ämter nach nutzen können Dort, wo viele Medienbrüche beispielsweise sind und unnötige Arbeitsstritte.
00:13:04: Die versuchen wir uns natürlich auch vorzunehmen und eben an diesen Stellen zu digitalisieren.
00:13:09: Also große Aufgabe kann man sagen weil es gibt ja unheimlich viele Abläufe- und Prozesse in einer Verwaltung.
00:13:16: Carsten was würdest du sagen?
00:13:17: Warum ist Locot besonders für Verwaltungen geeignet oder umgekehrt?
00:13:21: Warum sind Behörden besonders geeignete um hier mit Locot etwas zu verbessern?
00:13:26: Ja ich denke tatsächlich lassen sich Verwaldungsprozesse vergleichsweise gut und einfach digitalisieren, mit logot äh und logotehnlichen Verfahren zu weisen.
00:13:37: Das liegt sich dann einfach daran das Verwaltungsprozesse ja immer irgendwie ähnlich sind in der gleichen Art und Weise ablaufen und äh fallbezogen und instrukturierten Abläufe usw.
00:13:50: Und dass ist einfach optimal Äh dafür um sie mit Werkzeugen wie mit Logo Plattform umsetzen zu können.
00:13:57: Und es gibt einige ähm Plattformanbieter wie zum Beispiel die Firma Skoblen, von der ich ursprünglich komme.
00:14:03: Die sich darauf spezialisiert haben und einen Local-Plattform anbieten, die wirklich optimal darauf zugestitten ist Verwaltungsprozesse umzusetzen.
00:14:11: Ist das jetzt anspruchsvoller als in der Wirtschaft?
00:14:14: Anspruchsfollower zum Teil ja, zum Teil nein.
00:14:18: So direkt würde ich nicht sagen, anspruchsvoller bis auf jeden Fall anders.
00:14:23: Beispielsweise ist es so, dass in der öffentlichen Verwaltung nahezu alle Verwaltungsvorgänge mit irgendeinem Output enden.
00:14:31: Also irgendeinen Bescheid oder irgendeine Abschließungsdokument was der Fall beendet.
00:14:35: Das heißt eine Logo-Plattform die daraus spezialisiert ist muss in der Lage sein ebenso mit Logo und Methoden solche Output Dokumentengenerierung abzudecken.
00:14:47: Das ist ein Feature, was in der Wirtschaft praktisch überhaupt nicht nachgefragt wird.
00:14:51: In der Öffentlich-Verwaltung aber absolut unversichtbar!
00:14:55: Deswegen muss man sich als Plattformanbieter darauf einstellen und eben genau das auch anbieten können.
00:15:01: Und deshalb gibt es unterschiedliche Plattformanbieter für Wirtschaft und Verwaltung, die sich spezialisiert
00:15:06: haben?
00:15:06: Ja.
00:15:06: Nicht nur für Wirtschaft- und Verwendung unterschiedlich, sondern auch für unterschiedliche Zielgruppen innerhalb der Verwaltungen.
00:15:13: Die Palette der Angebote von Logo-Plattform und KI-Generierungsplattform ist unglaublich breit!
00:15:22: Das geht praktisch für jedes Szenario andere darauf spezialisierte Plattformen.
00:15:27: Aber alles ... allen gemeinsam ist, dass man erstmal genau verstehen muss wie der Ablauf ist und wir zu vereinfachen wäre.
00:15:35: Um das mal jetzt so zusammenzufassen also egal ob es jetzt darum geht eine Dienstreise zu beantragen oder ein Bleistift zu ordern.
00:15:41: Senne müsst ihr da manchmal auch die Erwartungen dämpfen?
00:15:45: Ja, durchaus.
00:15:46: Also manchmal entsteht der Eindruck da sich das alles so einfach anhört wenn man darüber berichtet was Logo-Plattformen sind.
00:15:52: Denkt man also denken viele vielleicht dass man ein paar Knöpfe drückt bei Drag & Drop ein paar Bausteine zusammenklickt und fertig ist die Anwendung.
00:15:59: So einfach ist es am Ende des Tages leider auch nicht.
00:16:02: Man muss schon die Prozesse verstehen Anforderungen sehr konkret formulieren und vor allem muss man sich vorher auch die Prozesse mal angeschaut haben, ob sie in der Form weiterhin eine digitale Lösung zu überführen sind.
00:16:14: Ob es überhaupt Sinn macht an dieser Stelle?
00:16:16: Ob man nicht vereinfachen kann oder optimieren kann?
00:16:21: An dieser Stelle Geschäftsprozessmanagement und Geschäfts-Prozessoptimierung unerlässlich ist, also unser General-Satz ist da Geschäfts Prozessmanagement.
00:16:29: Und Low-Code gehen Hand in Hand.
00:16:31: das heißt es macht keinen Sinn einen analogen Prozess eins zu eins in eine digitale Lösung zu überführen per Low Code sondern das fängt schon vorher an.
00:16:39: ich muss überhaupt meine Prozesse komplett neu überdenken und von daher ist es etwas was eben auch mehr Komplexität in die Sache bringt.
00:16:46: Ja, sonst passiert das was wir am Anfang angesprochen haben.
00:16:49: da wird aus einem schlechten Analogenprozess ein schlechter digitaler Prozess und das wollen wir ja nicht.
00:16:54: Ihr habt jetzt in der Landesverwaltung Locot ausprobiert unter anderem die Plattform Oracle App Hacks und Appchen richtig?
00:17:06: A-Twelve und Mendix sind da im Einsatz bzw.
00:17:10: gewesen, und ihr habt auch ein zentrales Kompetensteam bei IT Niedersachsen mit dabei, die ja für die gesamte Landesverwaltung in Sachen Computer & IT den Support übernommen haben.
00:17:21: Kannst du uns ein konkretes Praxisbeispiel nennen?
00:17:24: Wo sind aus einem Pilotprojekt, aus einem Test wirklich belastbare Strukturen geworden, die jetzt angewendet werden?
00:17:35: Ja, also wir haben aktuelle Oracle APEX im Einsatz produktiv über unseren IT-Linsteister ITN.
00:17:41: und dort wurden auch bereits Anwendungen für Querschnittsprozesse gebaut zum Beispiel der Fortbildungsantrag oder der Onboarding Prozess sozusagen.
00:17:50: Und da haben es auch in den Ressorts die IT-Affinenverwaltungsmitarbeitenden umgesetzt.
00:17:57: Und jetzt geht es eben darum, wenn man eine Lösung entwickelt hat gerade für ein Querschnittsprozess.
00:18:01: Ich meine Fortbildung muss man ja in jeder Behörde beantragen oder auch wenn neue Mitarbeiter kommen müssen sie eben auch eingearbeitet werden und onboarding spielt in dem Kontext auch ne Rolle.
00:18:13: Das heißt das sind Querschnitzprozesse und jetzt müssen wir natürlich dafür sorgen dass die auch nachnutzbar gemacht werden.
00:18:19: Erfolgt eben die Übergabe an unseren IT-Diensteiser.
00:18:22: Die werden eben Strukturen für Betrieb, Fragungssupport sicherstellen und die Nachnutzung sicherstelle.
00:18:28: Und was ich an dieser Stelle toll finde das ist eben auch in den Ressorts, die das Personal sozusagen gibt, die eben da mit gutem Beispiel vorangehen und diese Prozesse, die sie in den Behörden haben, eben auch digitalisieren können dazu dass sie das so in der Lage sind In dem Kontext ein bisschen uns vor Herausforderung stellt, ist das Thema Governance-Fragen.
00:18:53: Wer ist am Ende verantwortlich?
00:18:55: Wer trägt die fachliche Verantwortung?
00:18:57: Wie organisieren wir Betrieb und Support?
00:18:59: Welche Standards geben wir vor?
00:19:01: Das sind Fragen, die wir eben auch klären müssen in diesem Kontext.
00:19:06: Und die Entwicklung an sich ist meist nicht das Problem also die technische Umsetzung.
00:19:11: Das funktioniert in der Regel.
00:19:13: Das Problem ist meist organisatorisch, also die organisatorischen Rahmenbedingungen.
00:19:17: Nehmen Orchen eine große Rolle ein und das ist halt nicht gerade wenig, muss ich sagen.
00:19:22: Und das macht es halt vor allem so ein bisschen komplexer sage ich mal.
00:19:26: also es geht nicht nur darum eine Anwendung fertig zu bauen sondern auch die ganzen Fragen die dazu gehören Sicherheit Datenschutz und mitzubedenken von Anfang an.
00:19:34: Aber wenn ihr das jetzt als Pioniere sozusagen für die Landesverwaltung übernimmt dann können sich ja andere Verwaltungen da was abgucken vielleicht auch Kommunen Landkreise.
00:19:44: die können da dann im Endeffekt von profitieren?
00:19:46: Deswegen ist es auch toll, dass wir eben dieses Thema Nachnutzung so stark im Fokus haben.
00:19:51: Also es sollen so nach dem einer für alle Prinzip sozusagen also einer entwickelt und die anderen können nachnutzen und wir stellen sozusagen die Werkzeuge dafür bereit als Ministerium.
00:20:03: Und dann glaube ich das wird doch ein Stück weiter kommen in der Digitalisierung.
00:20:07: Es dauert Das muss man sagen.
00:20:09: ja Man muss es gut überdenken Carsten Als Locot auch Pionier, ne?
00:20:13: Seit dreißig Jahren dabei.
00:20:15: Wie ist denn deine Erfahrung?
00:20:17: wo spart Locot wirklich Zeit?
00:20:21: Und wo ist es vielleicht auch nicht sinnvoll?
00:20:24: Wo sollte man's dann wirklich den Fachfach, Fachleuten überlassen.
00:20:27: Also zunächst noch mal gesagt Logo-Plattformen sind sehr unterschiedlich und haben unterschiedliche Einsatzbereiche und Szenarien und deswegen sind doch die Erfahrungen, die man macht auch unterschiedlich.
00:20:38: ich kann aber berichten von dem was meine eigene Erfahrung ist.
00:20:42: wir mit der von mir eins gegründeten Firmers Gobland Wir haben sehr viele Große Projekte, auch selbst umgesetzt mit unserer eigenen Plattform.
00:20:50: Gemeinsam mit Vertretern der Kunden und so einige der ersten Großprojekte – auch hier in Niedersachsen!
00:20:57: Und wir haben wirklich nachweisbar festgestellt dass wir die Entwicklungskosten und die Entwicklungszeit, die Projektlaufzeit drastisch reduzieren konnten.
00:21:06: Also Faktor X ist das was wir eigentlich immer angestrebt haben.
00:21:09: alle Logo dann wieder sagen.
00:21:10: Faktор Z ist das Ziel.
00:21:12: Ganz erreicht haben wir es vielleicht nicht, aber wenn wir Faktor V erreicht haben sind wir auch schon richtig gut und das ist wirklich möglich.
00:21:20: Und was für mich selbst eigentlich überraschend war so ein bisschen hat sich bewiesen dass die Qualität von Locot Anwendung in der Regel viel höher ist als die von manuell programmierten Anwendungen.
00:21:31: dadurch dass einfach nur vorgefertigte Funktionalität zum Einsatz kommt sind nicht so viele individuelle Fehler praktisch in der Software drin.
00:21:41: Also Qualität ist höher, wartungsfreundlicher, ja es ist das Anpassungs freundlicher sodass man eigentlich sagen kann in nahezu jeder Beziehung ist es von Vorteil für die jeweilige Einrichtung auf Logo zu setzen.
00:21:57: Wie das in der Praxis aussieht, das hören wir ja von Senem.
00:22:02: In der Landesverwaltung in Niedersachsen arbeiten fast hundertfünfzigtausend Menschen in den Ministerien bei Polizei und Justiz in der Steuerverwaltung, in der Fachverwältung usw.
00:22:12: Du hast eben schon angedeutet also man muss alle die an so einem Prozess beteiligt sind ins Boot holen.
00:22:17: aber Und einer soll vom anderen lernen.
00:22:21: Wie könnt ihr denn verhindern, dass da irgendwie gleichzeitig gearbeitet wird und jedes Ressort den gleichen Prozess im fünften Mal digitalisiert?
00:22:29: Genau dies wird im Kontext von GPM bei uns betrachtet.
00:22:32: Bei ressortübergreifenden Prozessen ist es wichtig das man sich auf einen Prozess, auf einen Standard einigt.
00:22:40: Eine digitale Lösung für einen und denselben Prozess, sage ich mal zehnmal zu entwickeln macht überhaupt keinen Sinn.
00:22:45: das haben wir auch schon gesehen und gemerkt.
00:22:48: Wichtig ist dass wir eben auch entsprechende Gremien haben, entsprechende Strukturen etabliert haben um eben genau das sicherzustellen.
00:22:55: Das heißt man einigt sich auf gewisse Standards und zu diesen Standardprozessen werden dann eben digitale Lösungen möglicherweise auch nach dem einer für alle Prinzip.
00:23:03: also ein Restor geht mit einem guten Beispiel voran und entwickelt eine Lösung und die anderen können es eben nachnutzen.
00:23:09: Das betrachten wir insbesondere im Geschäftsprozessmanagement mit und begleiten das auch sehr eng.
00:23:17: Bis hierhin haben wir jetzt über Lokodanwendungen und strukturierte Prozesse und Koordinationen und Organisationen gesprochen.
00:23:25: Ich würde gerne mit euch jetzt nochmal auf die Rolle von künstlicher Intelligenz dabei zu sprechen kommen, Karsten.
00:23:30: Du hast das am Anfang schon erwähnt.
00:23:32: Das steht auch im Fokus des German-Loco-Day.
00:23:37: provokante frage im raum loco is dead long live locode.
00:23:41: fragezeichen also loco ist ja tot lang lebe loco.
00:23:45: wenn die k.i.
00:23:46: Also selbst den loco generiert wozu brauchen wir dann überhaupt doch die plattform für die kurdierung von der sich ja hier auch ganz viele präsentieren?
00:23:57: tatsächlich ist es so dass eigentlich alle logot an bieter längst dabei sind ihre plattformen so umzubauen dass künstliche Intelligenz die Logout-Entwickler erheblich dabei unterstützt, die ohnehin schon sehr effiziente Logoutentwickler noch effizient dazu machen.
00:24:14: Das ist auf jeden Fall etwas was hier passiert das ein Prozess der es gar nicht oft zu halten kommt.
00:24:20: aber Plattform braucht man trotzdem.
00:24:22: denn egal ob man einen um KI angereichertes Logout hat oder ob man von vornherein mehr auf KI-Code Generierung sogenannte Swipe Coding orientiert auch dafür braucht man Plattformen.
00:24:35: Also Plattform wird man auch in Zukunft haben, auf jeden Fall!
00:24:40: Außerdem wollen und müssen wir ja auch erreichen dass man mit diesem Plattform auch KI Anwendung bauen kann also KI nicht nur zu nutz dafür zu nutzen das die Entwickler noch schneller noch effizient arbeiten können sondern sie Anwendungen selbst intelligenter werden.
00:24:58: Und das ist eine typische Logo Aufgabe.
00:25:01: Das
00:25:02: klingt nach Viel Vereinfachung.
00:25:05: Senim, habt ihr KI auch mit an Bord schon?
00:25:08: Ja also zum einen haben wir natürlich auch bei uns in der Abteilung das Thema KI als ein Thema was eben auch separat für sich sozusagen alles rund um KI betrachtet und auch im Kontext von Logo-Plattformen haben wir es im Blick.
00:25:24: Also es gibt ja bereits Lokot-Plattformen, an denen man problemlos auch KI-Komponenten anbinden kann.
00:25:33: Und wir sehen das Ganze sozusagen als zusätzliches Unterstützungswerkzeug.
00:25:37: Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel als Bearbeiter oder eben auch als jemand der eine Verwaltungsmitarbeiter eine Lokot Anwendung entwickelt... Wenn ich z.B.
00:25:48: den Antrag, den ich erreichen möchte oder brauche mit Reinkippe und was und den Prozess so beschreibe, ist in manchen Fällen zum Beispiel auch die KI in der Lage da eine fertige Anwendung zumindest als Prototyp auszuspucken.
00:26:06: Und ich glaube das ist ne große Erleichterung – auch wenn wir jetzt das Thema Citizen Development also dass sie mitarbeitenden Innerverwaltung selber Anwendungen entwickeln sollen für die wäre das auch eine Unterstützungsleistung.
00:26:16: Ich möchte nochmal herausstellen, dass das Ganze natürlich nicht die Mitarbeitenden ersetzen soll sondern sie eben in ihrer täglichen Arbeit so unterstützen soll Die immer weniger werdenden Beschäftigten, wir stehen ja auch vor dem demografischen Wandel.
00:26:30: Personalmangel ist eigentlich in fast jeder Behörde-Thema dass eben die immer weniger wertenden Beschäftigten auch zielgerichtet unterstützt werden durch solche Werkzeuge.
00:26:39: Es gibt sicherlich auch Bereiche, wo ihr KI bewusst nicht mit einsetzen würdet.
00:26:45: Du hast es ja eben auch schon angesprochen ist.
00:26:47: Gibt Leitplanken und Datenschutz.
00:26:50: Es gibt Informationssicherheit, Barrierefreiheit, klare Verantwortlichkeiten.
00:26:54: das muss ja auch alles mitgedacht werden.
00:26:56: So
00:26:57: ist das genau.
00:26:57: also man kann natürlich jetzt auch nicht pauschal überall einsetzen dort wo schützenswerte Daten sind oder dort wo die die Entscheidung wirklich in der Sachbearbeitung liegen muss.
00:27:06: da können wir das natürlich zum Einsatz bringen oder nur in der Form, dass es eben auch ein Stück weit abgekapselt ist.
00:27:14: Und das sind eben auch Themen mit denen wir uns beschäftigen müssen – auch im Kontext von Locot-Plattformen.
00:27:19: Karsten ich nehme jetzt mit Locot vereinfacht den Einstieg ins Programmieren Es erleichtert Arbeit Es hilft dabei digitale oder Prozesse digital aufzusetzen.
00:27:31: Man kann sich dabei von KI unterstützen lassen und sich durchführen lassen die KI mit einbauen.
00:27:37: Aber gerade jetzt im globalen Zusammenhang nochmal geguckt, wie erhält man sich dabei die digitale Souveränität?
00:27:46: Ja, wie vorhin schon gesagt auch Lokoprojekte sind Projekte.
00:27:50: Sie brauchen ein professionelles Projektmanagement klare Aufgaben, klare Zielstellung und klare Zuständigkeiten.
00:27:58: Und man muss natürlich genau definieren welche Aufgabenstellungen kann man welcher KI nach welcher Kritikalität sozusagen übertragen und welche nicht.
00:28:08: das alles muss sehr gut organisiert durchdacht und abgestimmt sein.
00:28:12: Dinge dem Selbstlauf zu belassen führt eigentlich nie zu.
00:28:17: Also das ist wie im analogen Projektmanagement auch so.
00:28:21: Was würdet ihr denn jetzt beide sagen?
00:28:23: Welche Kompetenzen brauchen die Beschäftigten, also einerseits die, die jetzt bei Locode mit einsteigen und sich quasi zum Developer-Schulen lassen aber auch die dann im Endeffekt damit arbeiten.
00:28:36: Wenn deren bisherige manuellen Routinen von KI und Locode unterstützt werden, also ersetzt werden will ich ja nicht ganz bewusst nicht sagen verschiebt sich da, also Zeit und Ressourcen verschieben sich ja dann wahrscheinlich eher so in Richtung Kontrolle beachten von Ausnahmen oder wie würdet ihr das einschätzen?
00:28:57: Also es verändert sich wirklich ganz erheblich.
00:29:00: Und das liegt zum großen Teil daran, dass die eigentlichen Software-Entwicklungsprozesse massiv beschleunigt werden und vereinfacht werden.
00:29:09: Daraus resultiert, dass das gleiche was früher ein zehn oder zwanzigköpfiges Team gemacht hat jetzt zwei Leute machen.
00:29:16: Das hat wiederum zur Konsequenz, dass jeder zweite Projektleiter wird.
00:29:23: Also wir brauchen jetzt Leute mit den Kompetenzen, Projekte zu managen und viel mehr, viel enger mit den Anwendern zusammenzuarbeiten, Anforderungen aufzunehmen, Dinge abzustimmen und sich im Prinzip auf die eigentlichen Prozesse abzustellen.
00:29:41: ganz anders als frühere Software-Entwickler, die dann so im stillen, abgedunkelten Kämmerlein in so hunderttausend Seilen gut eingetippt haben.
00:29:48: das wird es in Zukunft nicht mehr geben.
00:29:51: Wie ist das bei euch?
00:29:51: Wie müsst ihr die Beschäftigten schulen, dass sie mit Low Code KI ja mit diesen neuen Anforderungen umgehen können.
00:29:59: Also Schulung ist auf jeden Fall ein Thema Schulung und Befähigung.
00:30:02: Das heißt, dass Sie eben auch die neue Arbeitsweise – weil die Arbeitsweise verändert sich ja durch den Einsatz von KI und Low Code -, dass sie eben von Anfang an auch mitgenommen werden sozusagen übergibt und sagt jetzt arbeitet damit ab heute, sondern dass man die von Anfang an in diesen Transformationsprozess mit rein nimmt transparent bleibt, kommuniziert wohin geht die Reise.
00:30:29: Und ich denke auch es gibt so viel Fachkräftemangel.
00:30:33: Ich bin der Meinung das KI und Low Code sie eben weiterhin entlasten werden, damit sie wirklich auch sich ihren originären Aufgaben bitten können.
00:30:42: Weil oftmals ist es so dass gerade diese Routine-Tätigkeiten so viel Zeit in Anspruch nehmen das sie für ihre origineere Aufgabe teilweise gar nicht eingesetzt werden können.
00:30:51: Das heißt mit den fachlichen Aufgaben kann man sich dann eben besser, viel detaillierter auseinandersetzen und hat für diese Routine-Tätigkeiten eben entsprechende Werkzeuge, die einen unterstützen.
00:31:03: Also das verstehe ich das und so vermittlicht es auch entsprechend.
00:31:07: Denn alles was Kreativität ist, was kreative Prozesse angeht, wird ja beim Menschen bleiben auf jeden Fall.
00:31:14: Zum Schluss möchte ich mit euch noch mal ein bisschen in die Zukunft schauen.
00:31:18: Wir sind im Angenommen eine Behördenleitung, hört uns jetzt gerade zu und möchte am liebsten morgen mit Lokot oder KI-Lokot Anwendungen starten?
00:31:25: Was ist der allererste Schritt?
00:31:26: Also
00:31:27: ich würde erstmal sagen natürlich klein anfangen aber strategisch denken.
00:31:30: also es bringt wahrscheinlich auch nicht viel sage ich mal punktuell an einigen Stellen Lösungen zu bauen oder Anwendung zu bauen.
00:31:38: also diese strategische Richtung sollte man im Blick behalten Und der erste Schritt kann natürlich sein, sich eben auch beraten zu lassen.
00:31:46: Wenn man wirklich mit dem Thema noch gar keine Brührungspunkte hatte und da bieten wir sowohl im MI also im Bereich Fahrverfahrens-Modernisierung Low Code als auch im GPM Bereich entsprechende Unterstützung an und auf unser IT Dienstleister Sowohl für GPM als auch für Low Code Wir haben entsprechende Teams aufgestellt die eben auch an der Stelle beratend tätig werden können und unterstützen können.
00:32:07: deswegen würde ich das eben entsprechend empfehlen.
00:32:12: Und man kann sich natürlich gemeinsam auch anschauen, welche Prozesse sollten idealerweise mit Locot digitalisiert werden?
00:32:20: Wo macht es Sinn einzusteigen und wo gibt es die meisten oder die größten Potenziale um eben
00:32:29: Ja, also eben auf das GPM, das Geschäftsprozessmanagement genau zu gucken und sich ja wirklich genau zu überlegen strategisch was will ich eigentlich damit erreichen.
00:32:41: Ja, an dieser Stelle ist es jetzt nochmal meine Aufgabe explizit auf die Angebote der Niedersachsen Next Digitalagentur hinzuweisen.
00:32:47: Sie ist ja im Auftrag der Landesregierung zentrale Ansprechpartnerin für Digitalisierung der niedersächsischen Unternehmen Wissenschaft und Verwaltung und arbeitet auch eng mit deinem Haus sehr nahe mit dem Innenministerium zusammen.
00:33:01: Die Themenmanager geben Impulse für Digitalisierungsprojekte unterstützen Unternehmen ganz gezielt wenn es um die Beantragung von Fördermitteln geht.
00:33:10: Sie bieten halt verschiedene praxisnahe Formate an Workshops, Netzwerktreffen und sind auch hier beim Logo Day mit von der Partie.
00:33:18: Und es gibt eben unseren Podcast digital gedacht um die digitale Welt von KI und Low Code angefangen über Cyber Security und Robotik bis hin zu Virtual Reality und Datenökonomie erlebbar und vor allem umsetzbar zu machen und das alles in enger Kooperationen mit Partnern wie zum Beispiel der Logo Association.
00:33:39: So, das war unser Werbeblock.
00:33:41: Karsten, kurze Frage noch an den Vorstandsvorsetzenden der Locot Association.
00:33:45: Wenn du mal in die Klaskugel schaust und in die nahe Zukunft vielleicht so ins Jahr zwei Tausend Dreißig?
00:33:52: Was wird in der professionellen Softwareentwicklung und in der Verwaltung dann normal sein?
00:33:57: was heute noch ziemlich abstrakt wirkt?
00:34:02: Was glaube ich normal sein wird ist einer Veränderungskultur, die man heute sich kommen vorstellen kann.
00:34:09: Ob es schon im Jahr oder erst im Jahr ist, ich weiß nicht so genau, aber auf jeden Fall kann man sich darauf einstellen dass neue Ideen durch solche neuen Technologien bin stundenumsetzbar sind und nicht in Monaten oder in Tagen was früher in Jahren passierte.
00:34:28: Das heißt, alle Mitarbeitenden werden sich darauf einstellen, dass sie tagtäglich mitwirken können an der Optimierung der Verwaltungsprozesse.
00:34:39: Und auf der anderen Seite ist natürlich so das der Berufsbild des IT-Experten sich drastisch verändern wird – hatte ich ja schon angedeutet – also viel enger zusammenzuarbeiten mit den künftigen Anwendern, sich viel stärker in die Arbeitsprozese hineinzudenken.
00:34:55: Und ich denke, die IT-Abteilung, die Dienstleiste und die Informationshänge solche wird es auch in Zukunft geben.
00:35:02: Aber sie wird gewissermaßen endlich erwachsen!
00:35:05: Ja das klingt gut also aus Spiel und Spaß wird wirklich praktische Anwendungen für den Berufsalltag sein.
00:35:11: Von dir hätte ich gerne noch den Satz ergänzt wenn die Niedersächsische Landesverwaltung KI und Locut Klug kombiniert dann
00:35:19: Dann kann sie schneller von einer guten Idee zu einer funktionierenden digitalen Lösung kommen und neue Handlungsspielräume schaffen.
00:35:26: Ja, vielen Dank an Senem Akcam vom Dieter Sächsischen Ministerium für Inneres Sport- und Digitalisierung!
00:35:33: Und vielen dank an Karsten Noack den Vorstandsvorsitzenden der Locut Association und Pionier der smarten Programmierung.
00:35:40: Und danke auch an dieser Stelle, an Georg Redekopf für die redaktionelle Unterstützung.
00:35:45: Er ist KI und Local Specialist bei Niedersachsen Next – er hat uns schon so manche Arbeitsschritte mit einer Power App vereinfacht und erleichtert!
00:35:54: Und euch an den Lautsprechern und Kopfhörern draußen Danke fürs Zuhören!
00:35:58: Weitere Einblicke, Projekte und Podcast-Folgen findet ihr unter niedersaxennext.de im Bereich Next Insight und in den großen
00:36:05: Podcastportalen.
00:36:06: Ich bin Angela Sielaw und sage tschüss bis zum nächsten Mal.
00:36:15: Das war digital gedacht, ein Podcast von Niedersachsen Next.
00:36:20: Hören Sie mal wieder rein!
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