Linga konkret: Vom Pilotprojekt zum Alltag - Wie Technologien fürs Alter wirklich ankommen

Shownotes

LINGA Konkret – Digitale Assistenzsysteme im Alltag

Alltag statt Theorie Ambient Assited Living (AAL) funktioniert dann, wenn es reale Probleme löst und nicht nur technische Möglichkeiten demonstriert. Warum Pilotprojekte versanden Fehlende Marktlogiken, Zertifizierungen und Zuständigkeiten bremsen den Übergang in die Praxis. Professionelle Märkte als Türöffner Pflegeeinrichtungen und Wohnungswirtschaft schaffen planbare Nachfrage und Sicherheit. Partizipation als Arbeitsentlastung Wer Nutzer früh einbindet, vermeidet Fehlentwicklungen und Nachbesserungen. Regionale Beispiele statt Visionen Musterwohnungen, Reallabore und Beratung vor Ort senken Hürden und schaffen Vertrauen. In dieser Folge diskutieren wir, warum viele AAL Projekte trotz funktionierender Technik nicht im Alltag ankommen – und was hilft, diese Lücke zu schließen.

Gäste

Moderation

Zentrale Themen

  • technische Assistenzsysteme im Alter
  • Pilotitis in Förderprojekten
  • Pflegeeinrichtungen als stabile Implementierungspartner
  • Reallabore und Musterwohnungen
  • Partizipation als Voraussetzung für geeignete Lösungen und Akzeptanz

Erwähnte Programme und Beispiele

🎙️ Ein Podcast von Niedersachsen.next

Transkript anzeigen

00:00:06:

00:00:18: Der englische Begriff Ambient Assisted Living bedeutet übersetzt so viel wie umgebungsgestützte Wohnen.

00:00:26: Doch was bedeutet das eigentlich?

00:00:28: Beim ambient assisted living in Deutschland auch kurz AAL genannt, geht es darum ältere Menschen und auch pflegende Angehörige zu unterstützen.

00:00:38: Und damit herzlich willkommen zu dieser Ausgabe von Linga Konkret.

00:00:46: Mein Name ist Angela Sielaf und ich begrüße in unserem Podcast Studio zum einen meine Kollegin Delia Balzer, langjährige Projektleiterin der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechte Alltag.

00:00:58: Ich denke Frau Balzer Sie können uns die Frage beantworten ganz bestimmt was hat es denn mit diesem umgebungsgestützten Wohnen oder AAL auf sich?

00:01:08: Ja Dabei handelt es sich um smarte Technologien und Dienstleistungen, die älteren oder auch pflegebedürftigen Menschen ermöglichen länger selbstständig und vor allem sicher in der eigenen Wohnung zu leben.

00:01:22: Und die Assistenzsystemer unterstützen in den Bereichen Gesundheit, also zum Beispiel Telemedizin, häusliche Pflege.

00:01:32: Das ist z.B.

00:01:33: die Medikamentenerinnerung

00:01:35: aber auch

00:01:36: Versorgung und Haushalt.

00:01:39: Viele kennen sicherlich die automatischen Rollläden oder die Lichtsteuerung, aber zum Beispiel auch den Staubsaugerroboter Und der Bereich Sicherheit ist ganz wichtig.

00:01:50: Also Monitoring-Systeme der Hausnotruf als klassisches Anwendungsszenario und Sturzsensoren.

00:02:00: Also beispielsweise alarmieren vernetzte Systeme beim Verlassen der Wohnung, wenn der Herd nicht abgeschaltet wurde oder die Kaffeemaschine nicht ausgeschaltet ist.

00:02:11: Und es geht darum dass die Menschen, die schon Unterstützungsbedarf haben, solange wir wirklich selbstständig zu Hause wohnen können.

00:02:21: Und gerade für pflegende Angehörige kann das eine Erleichterung sein.

00:02:25: also wenn der Sohn oder die Tochter eines bereits demenziell erkrankten Vaters oder der Mutter weiter wegwohnen dann können sie natürlich beruhigter sein wenn Sie wissen dass Zuhause alles ein bisschen sicherer ist durch die entsprechenden Technik

00:02:43: Also moderne Technologie im Alltag älterer Menschen, aber auch jüngerer Menschen durchaus.

00:02:48: Man kann ja auch junger sein und schon vergesslich werden und den Herd vergessen haben auszumachen.

00:02:54: zum Beispiel.

00:02:55: Ich begrüße heute bei uns im Studio außerdem zwei Wissenschaftlerinnen von der VDI, VDE Innovation und Technik GmbH.

00:03:03: Diese Gesellschaft mitsitzt in Berlin ist Projektträger aber auch Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen.

00:03:09: Sie kümmert sich um aktuelle gesellschaftliche und technische Herausforderungen wie eben zum Beispiel den demografischen Wandel.

00:03:16: Aus

00:03:16: Berlin ist uns zugeschaltet Maxi Lutze.

00:03:18: sie ist Gruppenleiterin für demografisch und socio digitale Transformation.

00:03:23: Hallo nach Berlin!

00:03:24: Hallo, nach Hannover.

00:03:27: Und hier im Studio ist Dr.

00:03:29: Julian Stuppe.

00:03:30: Er ist Seniorberater für Innovationspolitik bei der VDI, VDE Innovation und Technik GmbH.

00:03:36: Und er leitet das Büro in Hannover,

00:03:38: d.h.,

00:03:38: Sie sind mal eben rübergekommen zu uns.

00:03:40: Herzlich willkommen Herr Dr.

00:03:41: Stuppey!

00:03:43: Dann lassen sie uns gleich weiter ins Thema einsteigen.

00:03:45: wir haben schon gehört was... Ambient Assisted Living, AALS.

00:03:50: Sie beide Wissenschaftlerinnen waren beim Linger konkret Workshop bei Niedersachsen Next zu Gast mit Impulsverträgen und sie sind dabei der Frage nachgegangen wie eben diese digitalen Innovation die Frau Belser eben aufgelistet hat für ältere Menschen oder auch alle Generation den Sprung in die Praxis schaffen können Also die technologischen Hilfen wirklich im Alltag ankommen.

00:04:14: Herr Dr.

00:04:14: Stuppe, Sie haben da eine ganze Reihe von geförderten AAL-Projekten untersucht.

00:04:20: Eine sogenannte Wirkungsmessung vorgenommen und sie haben dabei einen interessanten Begriff geprägt Die Pilotitis.

00:04:28: Was ist

00:04:28: das denn?

00:04:29: Das erzähle ich gerne, das sind allerdings zwei aufeinander aufbauende Elemente.

00:04:33: Wir hat eine formelle Wirkungsmessung des AAL Europe-Programms durchgeführt also eine formuelle Evaluation eines Förderprogramms.

00:04:41: dort wird auf europäischer Ebene Forschung in dem Bereich gefördert und zwar im Rahmen von Kooperationsprojekten.

00:04:49: KMUs forschen gemeinsam mit Forschungsinstituten zu Technologien, wie von Frau Walzer geschildert.

00:04:54: Zum unabhängigen Leben zum sicheren Leben zu Hause aber auch Pflege-Technologien werden darunter summiert.

00:05:00: Das Programm selber ist sehr wirkungsorientiert, sehr praxisorientiert ausgerichtet in dem Sinne dass sehr industriell geforscht wird Aber auch gleichzeitig immer mit einer Bedarfsorientierung also sprich einer Partizipation von den Zielgruppen.

00:05:16: Die Begriff haben gesagt Das würde ich mir ehrlich gesagt nicht so gerne zuschreiben, dass es eigentlich ein Begriff der relativ geläufig ist in der Innovationsmanagement Literatur.

00:05:25: Da gibt's auch andere Begriffe die im Prinzip das gleiche meinen Death of Value Of Death oder Implementation, die ab und zwar ein strukturelles Problem, dass wir relativ viele Projekte Forschungsprojekte haben, die sehr gut funktionieren – die technisch gut klappen, Sensor klappt KI klappt

00:05:40: etc.,

00:05:40: der überhaupt einen Bedarf besteht bei den Zielgruppen aber die doch relativ selten nur zu wirklich Lösungen, die am Markt für Otto-Normalverbraucher erhältlich sind.

00:05:53: Und ich würde fast behaupten, dass man diesen Begriff auf ganz unterschiedliche Kontexte anwenden kann.

00:05:58: Wir hatten nur für die Veranstaltung, wenn ihr halt mal auf diese Frage oder auf das AL Thema angewandt, weil es ja auch schon eine gewisse Historie hat in Deutschland und eben auch europäisch wie genannt.

00:06:09: Man kann durchaus sich fragen, ob es dort auch nochmal ganz spezifische Elemente gibt.

00:06:15: Die sind sehr schwierig für Technologien in die Praxis zu bringen.

00:06:22: Wir hatten im Rahmen der Evaluation die Möglichkeit auf einer Seite aktuelle Projekte im Rahmen einer quantitativen Umfrage zu untersuchen, aber darüber hinaus auch mal Projekten zu besuchen, die schon zehn Jahre aus der Förderung draußen raus sind.

00:06:35: und da haben wir geguckt, wie schlagen sie sich eigentlich?

00:06:38: Schaffen Sie diesen Schritt!

00:06:40: Und da muss man ganz klar sagen, ja die Pilotitis greift schon.

00:06:43: Das ist schon eine These, die valide ist.

00:06:46: Es wird halt immer weniger Kandidaten, die man dann findet identifizieren kann, die noch so einen konkreten Link haben zu einer Initialförderung.

00:06:53: Könnte man denn da quasi so eine Quote ausmachen, also einerseits Produkt oder Dienstleistung hat es geschafft.

00:07:00: Also entweder kurzfristig oder nach zehn Jahren und andererseits ja Idee ist in der Schublade verschwunden wird nicht weiterverfolgt?

00:07:08: Ich würde sagen das ist sehr schwer wenn er wirklich von der Quote zu sprechen.

00:07:11: Man kann jetzt durchaus sagen unsere Evaluation hinzuziehen dann kann man die Zahlen ausrechnen und dann kehrt man wahrscheinlich auf ne Quote von irgendwo... zehn, fünfzehn Prozent die tatsächlich nach einem Projektende zu einem Produkt geführt haben im ersten Stadium.

00:07:26: Aber diese Langzeituntersuchung haben gezeigt dass Technologien und Lösungen immer wieder überprägt werden.

00:07:33: also was ist das?

00:07:34: Sprich es kommen neue Märkte hinzu Es kommt auch neue Technologie hinzu.

00:07:39: AI hat Einzug gehalten Plattform basierte Cloud basierte Lösung haben eine große Rolle gespielt bei der Weiterentwicklung von von Apps vor zehn Jahren, die mal lokal gedacht waren.

00:07:51: Also sprich man muss dort immer wirklich schauen okay... Die Förderung ist ganz wichtig um wirklich so Basiskapazitäten auch aufzubauen in der Forschung Spinoffs zu ermöglichen etc.. Da ist nicht immer nur dieser konkrete Link.

00:08:07: das Projekt muss jetzt auch zu dem konkreten ein Produkt führen, wie es ursprünglich geplant war.

00:08:12: Das wäre zu kurz

00:08:13: gedacht.".

00:08:14: Also das klingt wirklich so als ob der Weg einer Erfindung in den Alltag wirklich sehr weit ist.

00:08:20: Es viele Hemmness und Hürden gibt.

00:08:22: und auch eben Sie ja sagen die technologische Entwicklung an sich geht weiter, Gesellschaft ändert sich und dann muss man plötzlich die Innovationen, die Erfindungen vielleicht dann anpassen.

00:08:33: Können sie uns ein paar Beispiele nennen?

00:08:34: Welche Innovationen und Technologien ging's da um?

00:08:37: welche ging es da in Ihrer

00:08:38: Untersuchung?".

00:08:40: zwei Beispiele, die wir auch als Fallstudien qualitativ ausgearbeitet haben und vorgestellt hatten.

00:08:46: Das erste war Teil der Linger Veranstaltung aus Wien zugestaltet – die Firma Coqvis Infrarot-Überwachungssystem für den hauslichen Gebrauch entwickelt.

00:08:56: Angefangen im ARL-Programm mit einer klaren Ausrichtung auf die Endkonsumenten, also sprich auf ältere Menschen, die unabhängig zu Hause leben wollen.

00:09:04: Das hat technisch wunderbar geklappt und ist eine ganz minimalinvasive Technologie.

00:09:08: Also Spriche sind nicht nur Stürze sondern auch Notsituation erkennbar ohne dass man eine Sensorik tragen muss.

00:09:14: Das war im Endeffekt!

00:09:15: ... illusorisch einfach nur auf diesen Endkundenmarkt zu gehen, weil da ist einfach gar nicht die Marktstruktur wirklich das Geld da sich so eine Technologie anzuschaffen.

00:09:26: Und die Firma hat aber einen sehr guten Ruf gemacht, der erst mal lang Atem bewiesen und dann einfach auch mal geschaut okay was könnte eigentlich ein alternativer Markt sein?

00:09:35: Die sind auf Pflegeeinrichtungen gegangen haben dann Zertifizierungsprozesse durchlaufen haben also zertifiziertes Produkt und was auch auf eine klare Markt Struktur stößt, denn Pflegeeinrichtungen haben den.

00:09:47: Pflichten auch für entsprechende Sicherheiten zu sorgen und dementsprechend gibt es auch einen ganz sehr konkreten quantifizierbaren Bedarf.

00:09:54: Und jetzt, ganz kurz noch steht man eigentlich dann wieder da sagt okay wir haben wirklich ein gutes Produkt.

00:09:59: Wir können jetzt auch nochmal den Schwenk wieder zurücknehmen an die Endkunden und eigentlich diesen ursprünglichen AAL-Gedanke verfolgen.

00:10:06: Also was zunächst für dem privat gebrauchte teuer war hat man erst mal geguckt sozusagen in größerem Maßstab anzuwenden und weiterzuentwickeln in der Serienfertigung vielleicht billiger zu machen, günstiger zumachen.

00:10:21: Den Pflegeeinrichtungen ist geholfen, weil sie ja auch immer viel Personalmangel haben.

00:10:25: Überwachung durch Menschen ist da wahrscheinlich gar nicht so viel möglich.

00:10:29: und jetzt wenn man das Serienreif hat kann man dann wieder auf den Privatmarkt zurückgehen.

00:10:33: Das klingt nach einem Erfolg!

00:10:35: Ja genau, das ist ein sehr erfolgreiches Projekt.

00:10:37: Sie hatten noch ein zweites genannt?

00:10:38: Ein zweites Beispiel, dass es weniger weitest im Projekt... Eine Idee, die ja wirklich eine Idee war vor ein paar Jahren noch.

00:10:48: Und zwar eine Ernährungshilfe für vegetarische proteinhaltige Ernährungen.

00:10:55: Erstmal gedacht okay ältere Menschen sollen sich vielleicht ein bisschen mehr fanzlichen Lebensmitteln sich ernähren und haben dann gedacht man kann so Gerichte entwickeln.

00:11:03: wie viele Proteine sind wo drin?

00:11:06: Wie stelle ich mir den Gericht sinnvoll zusammen?

00:11:08: das war ganz toll großer Bedarf.

00:11:11: Alle waren froh, aber es ist im Endeffekt kein Markt da, also wer zahlt wirklich gerne eine Lizenzgebühr?

00:11:17: Diese haben auch jetzt einen langen Atem und auch ein gewissen Innovationsgeist anhand von mittelsperrte Zivilisation bewiesen sind umgeschwenkt und haben sich gefragt, okay, wer könnte eigentlich noch ne weitere Zielgruppe?

00:11:28: Und die sind halt auf die Köchinnen und

00:11:30: Köchen von Großköchen

00:11:32: gestoßen.

00:11:33: Das ist diese Idee sehr dankbar aufgenommen haben, um dann entsprechende Mahlzeiten für bestimmte Diäten zu entwickeln und dergleichen.

00:11:43: Also das ist ein sehr forschungslastiges Projekt gewesen, steht jetzt vor der Gründung mit einem guten interessanten Geschäftsmodell.

00:11:53: Klingt aber nach einem ähnlichen Prinzip.

00:11:55: Erst mal bei den Profis ausprobieren und Serienreif machen, dann kannst du wieder zurück in den individuellen Alltag sozusagen.

00:12:03: Frau Beitzer als Projektleiterin der LINGA begleiten Sie das Thema AAL schon sehr lange seit mehr als fünfzehn Jahren?

00:12:12: Das, was damals in den Anfängen erdacht wurde ist jetzt so weit serienreif.

00:12:17: Dass es auf den Markt kommt und in unserem Alltag Einzug erhält endlich.

00:12:25: Zum Teil, wie wir eben gerade schon von Herrn Dr.

00:12:28: Stuppe gehört haben sind viele Projekte der Pilotitis zum Opfer gefallen und so auch das durch linger-initiierte und unternehmensgetriebene Netzwerk.

00:12:40: genial leben also genial mit aal und das hat nach der Förderung leider nicht den hin zu einem selbstragenden Netzwerk geschafft.

00:12:52: Meiner Meinung nach lag es auch daran, dass so manches technologische Forschungsprojekt, im Jahr Zwei-Tausend-Eilf, vielleicht seinerzeit voraus war und nicht die Lebensrealität der älteren Menschen getroffen und abgebildet hat.

00:13:09: Damals hatten zum Beispiel die meisten Seniorinnen noch kein Handy oder Smartphone – das hat sich seither sehr gewusst.

00:13:16: Wandel.

00:13:17: Viele ältere Menschen sind durchaus heutzutage digital affin oder zumindest auch offen für die Technik, jedoch greifen diese Geschäftsmodelle eher über den Pflegerheim Anbietermarkt.

00:13:34: Privatmarkt ist zwar sehr attraktiv, aber viel schwieriger und dezentraler zu bedienen.

00:13:42: Und da müssen wir auch schauen dass wir Pflegner an und Zugehörige neben den direkten älteren Menschen als Zielgruppe viel mehr in den Blick nehmen.

00:13:54: Aus meiner Sicht geschafft haben es die großen Smart Home Anbieter, die kommen aber eher über Service und Komfort als Verkaufsargument.

00:14:03: Und weniger über die Aspekte Sicherheit, Vernetzung, Notfall oder Prävention.

00:14:13: Es dauert eine Weile, bis das im Alltag ankommt.

00:14:15: Das muss erst mal wirklich entwickelt sein.

00:14:18: aber ich glaube da sind wir uns eigentlich.

00:14:19: solche technologischen Innovationen und digitale Neuerungen können den Alltag auch...

00:14:25: jüngerer,

00:14:25: älterer Menschen einfacher und sicherer machen.

00:14:27: Also stellt sich jetzt die Frage ja wie schaffen wir das?

00:14:31: Dass diese Neuerungen wirklich im Alltag der einzelnen Menschen im Privathaushalt auch ankommen.

00:14:36: Die Frage würde ich mal an Frau Balzer geben und dann auch Frau Lutze gerne dazu hören.

00:14:42: Genau

00:14:43: also ich glaube dass hat man wieder viel mit unserem defizitären Altersbild zu tun.

00:14:49: Also niemand möchte als alt und abgehängt gelten und fühlt sich da nicht angesprochen.

00:14:56: Wir haben kein Entwicklungsproblem bei technischen Assistenzsystemen, sondern ich glaube das ist eher ein Problem der passenden Anbindungsszenarien und dem Storytelling also der Kundenansprache und der Erwartungshaltung an die Digitalisierung.

00:15:13: wir benötigen glaube vielmehr ein gemeinsames Verständnis für Technologie und ihren Nutzen und bei den älteren Menschen brauchen Beratung auf Augenhöhe, damit sie den praktischen Mehrwert erkennen.

00:15:28: Denn Neugiere und Bereitschaft zum Ausprobieren für diese neuen Technologien sind durchaus da aber es fehlt noch an geschützten Erfahrungsorten wo genau diese Technik in der Anwendung und vielleicht auch Entwicklung getestet werden kann.

00:15:46: Frau Lutze deckt sich das mit ihren Erfahrungen?

00:15:49: Ja, da ist doch vieles dabei was wir auch erleben tatsächlich.

00:15:54: Also die Frage ist natürlich immer wie werden ältere Menschen und auch ihr Netzwerk tatsächlich in Forschungsprojekte einbezogen, sodass ihre Lebenswelt auch tatsächlich adressiert werden kann.

00:16:08: Und wir sehen ganz oft dass das über lange Zeit nicht so richtig passiert ist.

00:16:12: Ganz oft... Das spielt so ein bisschen auf die Zeit an, die Frau Balzer schon angesprochen hat.

00:16:17: gerade den Anfängen von AAL hat man oft gesehen.

00:16:21: Aber es geht wirklich erst mal darum technische Möglichkeiten zu erkunden, um verschiedene Problemstellungen zu adressieren und weniger wirklich die Lebenswelt mitzuantizipieren von Menschen, die diese Technologien auch benutzen sollen.

00:16:35: Es ging vielmehr um Wie kann man eine gute Oberfläche gestalten, die vielleicht ältere Menschen auch verstehen?

00:16:41: Welche Funktionalitäten sind möglicherweise geeignet?

00:16:45: und ich würde meinen das hat viel auf theoretischer konzeptioneller Ebene stattgefunden.

00:16:50: Das heißt, das Erleben war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so richtig möglich.

00:16:53: also wir hatten wieder Realabore im größeren Umfang noch diese Busse, die es ja auch ne Zeit lang gab wo technologische Innovationen ausprobiert werden konnten um tatsächlich Wie ist es denn?

00:17:08: Was bedeutet das eigentlich, wenn ich mehr Sicherheit in meinem Haushalt haben möchte.

00:17:12: Wie kann ich auch als angehörige Personen vielleicht meine pflegebedürftigen Person dabei unterstützen diese Technologie zu nutzen?

00:17:20: also solche Strukturen gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht und ich glaube dass Verständnis auch darüber was diese Technologien leisten können war weniger vorhanden was man schon ausserken muss.

00:17:31: Einerseits ist es, glaube ich immer die Perspektive der anderen aber das ist natürlich auch immer die Frage wie geht man selbst an das Thema Alter und Unterstützungsbedarf heran?

00:17:39: Und oft ist das ein Thema, was man ein bisschen weiter nach hinten schiebt, den man sich nicht sofort stellen möchte.

00:17:44: Man guckt natürlich gerne auch wie man andere unterstützen kann vielleicht in so einem Zusammenhang aber zu sagen ich brauche dass selber das kommt relativ spät und manchmal auch so spät, dass man dann kaum noch die Kapazität hat sich damit auseinanderzusetzen.

00:17:56: also hier ist so das Thema Prävention was Frau Balzer ja schon mal angesprochen hat sich ja nochmal ganz wichtig um sozusagen schon frühzeitig mit solchen Entwicklungen zu beschäftigen ohne sich selbst

00:18:10: Das stimmt.

00:18:11: Also sich nicht erst damit beschäftigen, wenn es in Anführungsstrichen schon zu spät ist und das Kind schon im Brunnen legt und man jetzt Unterstützung braucht sondern halt vorher schon mal zu überlegen naja ich werde auch irgendwann alt und vielleicht ist das ja für mich auch irgendwas.

00:18:24: oder Ich bin mal eine Zeit lang anderweitig.

00:18:26: außer Gefechtgesetz kann ja auch sein.

00:18:29: Ich höre da so ein bisschen raus, Partizipation das ist so der Schlüsselbegriff.

00:18:32: hat sich das denn jetzt inzwischen geändert?

00:18:34: Also lässt man die Betroffenen mehr

00:18:37: mitreden

00:18:38: oder mehr noch als mitrede.

00:18:41: warum ist das wichtig Frau Lütze?

00:18:44: Also Partizipation ist aus meiner Sicht ganz klar ein Schlüssel.

00:18:47: Wenn wir über Partizhipation sprechen, das ist genau wichtig diesen Unterschied zu machen den Sie auch gerade angesprochen haben.

00:18:52: Mitreden ist es aus meiner sich noch keine Partizcipation.

00:18:55: mitreden bedeutet eigentlich erst mal Menschen können ihre Meinung äußern und Partizpation beginnt ja doch eigentlich eher an der Stelle wo diese Perspektiven diese Meinungen erleben und Erfahrungswelten tatsächlich auch Einfluss auf Entscheidungen haben wenn es um Technologieentwicklung und Implementierung geht.

00:19:12: Und das ist ein entscheidender Punkt, weil wir in der Praxis oft sehen Menschen werden zwar einbezogen.

00:19:18: Aber die ursprüngliche Idee, die vielleicht Entwicklerinnen und Entwicklern mitgebracht haben, die bleibt eigentlich unverändert.

00:19:23: also man könnte auch sagen so Mitreden ist eigentlich mehr dieses Man sammelt Feedback ein.

00:19:27: Das ist schon mal ganz gut aber Partizipation darin steckt im Grunde Die Chance diese Lösung oder die Problemstellung zu verstehen und auch tatsächlich zu verändern.

00:19:37: wenn Beteiligung eigentlich bei diesen mit eigentlich erstehen bleibt, dann bleibt man auch bei seinen Annahmen erstehnen.

00:19:45: Das heißt, bei den Annahm mit denen man gestartet ist, der Walter hatte das angesprochen gerade im Alter und im Kontext von Alter- und Technologie sehen wir das häufig.

00:19:54: es gibt bestimmte Bilder davon was ältere Menschen brauchen oder können.

00:19:58: Und wenn wir eben nicht aufpassen, dann stellen mir die Fragen genauso dass diese Annahme eher bestätigt werden als dass sie hinterfragt werden.

00:20:04: und das ist jetzt kein Altersbeispiel.

00:20:06: aber vielleicht noch mal ein Beispiel aus der Pflege.

00:20:09: in einem Projekt.

00:20:10: wurde zum Beispiel ein digitales Tool entwickelt, um die Einsatzplanung der stationären Pflege zu verbessern und Pflegekräfte wurden einbezogen.

00:20:18: Ja?

00:20:18: Und sie haben auch bestätigt ja Planung ist echt schwierig aber erst im intensiveren Austausch und beim Erproben hat man dann eigentlich mit bekommen.

00:20:25: das eigentliche Problem sind nicht die Pläne sondern es dass viele kurzfristige Änderungen am Alltag gibt und damit mit dieser Erkenntnis verändert sich eigentlich auch die Richtung komplett.

00:20:34: Man entwickelt dann vermutlich kein Planungs-Tour mehr Sondern man macht sich Gedanken darüber wie konstant zu diesem schnell Änderungen, wie kann man diese vielleicht besser abstimmen?

00:20:43: Wie kann man flexibler kommunizieren?

00:20:45: und genau darin zeigt sich aus meiner Sicht was echte Partizipation leisten kann.

00:20:50: Also nicht nur eine Lösung wird so ein bisschen leicht gefeilt sondern es geht wirklich darum dass das Verständnis über das Problem sich verändert und damit heißt es am Ende nicht Partizhipationen heißt wir haben alle die gleiche Perspektive und es gibt so eine Art Konsens wirklich primär darum, Perspektiven offen zu legen.

00:21:09: Auch zeigen wo sind denn Spannungen zwischen Perspektive und Menschen die diese Technologie nutzen wollen vielleicht auch gemeinsam nutzen wollen?

00:21:16: Und wie kann man sie gemeinsam bearbeiten?

00:21:19: Ich würde sagen damit liegt eine ganz zentrale Chance in Partizipationen darin dass wir lernen können.

00:21:26: durch diesen Perspektivwechsel ist das im Grunde so eine Art Lernraum der uns gegeben wird und dieses Lernen ist aus meiner Sicht dann die Grundlage dafür Innovation überhaupt erst Wirkung anfalten kann.

00:21:36: Das heißt also während einem Innovationsprozess ändert sich... das Außen, wie es Herr Dr.

00:21:41: Stuppe

00:21:42: geschildert

00:21:43: hat also die Technologie an sich entwickelt sich weiter gesellschaftentwickelt sich weiter.

00:21:47: und wenn ich dann die Partizipation also wirkliche echte reale Beteiligung von Betroffenen oder Menschen die es anwenden in Pflegeheimen oder von Familienangehörigen mit Einbezieher auch dann verändert sich dieser Innovationsprozess aber Dann kann Es richtig wirksam werden.

00:22:03: da habe Ich sie richtig verstanden

00:22:05: dann Kann Es Wirksam Werden und ich denke auch dass tatsächlich Partizepation noch eine andere Chance bietet nämlich, dass diejenigen, die partizipieren mehr davon verstehen wie Technologie entwickelt wird.

00:22:15: Und auch das ist sicher nicht schädlich wenn es um den Einsatz solcher Technologien

00:22:20: geht.

00:22:20: Das auch und vielleicht geht es dann auch in Zukunft etwas schneller solche, wenn man solche Prozesse mal ausprobiert hat, dass wir die Innovationen wirklich dann schneller auf die Straße bringen, wie wir das immer so schön sagen.

00:22:33: Das heißt frühzeitig sensibilisieren beraten aufklären, damit die Menschen diesen neumodischen technologischen Kram dann sozusagen auch akzeptieren.

00:22:44: Herr Dr.

00:22:44: Sturbe, Frau Lutze, was kann man denn sagen?

00:22:47: Was ist denn Ihr Fazit?

00:22:49: Wie schafft es so eine Innovation in den Alltag?

00:22:52: Also ich glaube da muss man

00:22:54: zumindest

00:22:55: mal von zwei Seiten rangehen und auf der einen Seite können wir natürlich die Innovateurinnen in die Pflicht nehmen.

00:23:05: Ihr müsst stärker den Praxisbezug von Anfang an mitdenken.

00:23:09: Das lässt sich immer einfach sagen, an ein paar Punkten lässt sich es allerdings auch konkret machen.

00:23:13: Ich nehme mal zwei Beispiele zum Beispiel wenn's um KMU-Bezug geht.

00:23:18: Er wird oft immer relativ schnell gesagt okay wir brauchen KMUs als Partner mit drin, wenn man aus einer Forschungsperspektive kommt aber sich da wirklich Gedanken machen was bedeutet das eigentlich?

00:23:29: Ist es einen wirklichen Partner der eine industrielle Fertigung gewährleisten kann.

00:23:34: Wenn ich ein Datenprojekt habe, ist es einen Partner der vielleicht etwas entwickelt aber brauche ich nicht viel mehr auch jemanden der eine Datenplattform dauerhaft betreibt.

00:23:44: also solche Abwägungen müssen eigentlich bei der Projektinitiierung ganz stark mit reinkommen.

00:23:50: Das Ähnliches gilt zum Beispiel, was wir sehr stark, das hatte ich auch schon genannt, gemerkt haben sind Zertifizierung in Zielmärkten.

00:23:58: also Was spielen dort eigentlich für Standards eine Rolle?

00:24:00: Dass es Medizinprodukte gesetzt ist halt nur eins ein relativ hoher Standard quasi auf dem man zielen wird.

00:24:05: aber es gibt halt auch andere Auch die Normen Die eine Rolle spielen in bestimmten Zielmärke die von Anfang an mitgedacht werden sollen.

00:24:15: Es ist allerdings auch schwierig jetzt alles nur sozusagen auf

00:24:19: die

00:24:21: Forschenden, auf die Innovateur abzuwählt.

00:24:25: Auf der Seite der Fördergebenden können wir natürlich auch ein paar Stellschrauben abstellen.

00:24:33: Eine sehr klare oder wichtige Stellschraube ist natürlich, dass diese Logik, die Förderlogik auf Ressorts basiert.

00:24:40: Also sprich im Forschungsministerium fängt es an und geht dann überall zum Wirtschaftsministerium oder gegebenenfalls zu einem Bildungsministeriums, je nachdem welche Ressourcen man auf einer Ebene vorfindet.

00:24:52: Die ist theoretisch natürlich sehr sinnvoll, aber praktisch sind die Förderprogramme oftmals nicht so gut aufeinander abgestimmt.

00:24:59: Da ist eine stärkere Harmonisierung sehr wichtig und auch da ganz wichtig auch ein bisschen out of the box zu denken, nicht immer in den gleichen Förderformaten sondern auch wo steht eigentlich ein Feld?

00:25:10: Wie ist die technologische Readiness, die Fertigkeit?

00:25:15: also wie praxisnah sind die Technologien in einem Feld das mitzudenken?

00:25:20: Da muss eine Förderung auch agil sein und auf diese Konstellation eingehen können, also deswegen mindestens mal von beiden Seiten zu den beiden Seiten.

00:25:28: Das heißt Frau Lutze Sie bieten da auch Beratungen an in finanzieller Hinsicht für Innovatoren sozusagen?

00:25:34: Unsere Aufgabe ist zweierlei einerseits die Perspektive der Herr Stubegrad schon angesprochen hat Ministerien zu beraten wie solche Förderprogramme aufgesetzt werden können welche Strukturen sie haben können Und ich halte den Punkt besonders wichtig Man, das achtens schon ein bisschen angesprochen hat.

00:25:52: Dass wir auch stärker gucken.

00:25:54: worum geht es denn eigentlich?

00:25:55: Geht's um technologische Innovation oder gehts darum dass die Technologie jetzt stärker in der Praxis erprobt werden soll und da erfahrungswerte gesammelt werden also dass wir stärker Phasen orientiert tatsächlich fördern an dieser Stelle neben dem Ansatz nur auf die einzelnen Ministerien zuzuspitzen weil natürlich wissen wir auch, einzelne Ministerien haben verschiedene Aufträge, Interessen auch was eben dazu führt diese Kooperation nicht immer fruchtbar werden zu lassen.

00:26:23: Also ich glaube eine Chance liegt in dieser phasenorientierten Förderung und ein Stück weit zu entscheiden will ich technisch hohe Innovation oder will ich vor allem auch Integration und Akzeptanz Annahme fördern an der Stelle

00:26:35: Und die Partizipation, wie wir gelernt haben.

00:26:38: Es war ja schon die Rede davon, dass es Reallabore gibt.

00:26:41: Wie muss ich mir so ein Reallabor vorstellen?

00:26:44: Können Sie uns da einen Beispiel nennen?

00:26:46: Ja klar das mache ich gerne.

00:26:47: Davon gibts mittlerweile doch einige mehr als wir gerade in den Anfängen zur Verfügung hatten.

00:26:55: Ein Beispiel was sich gerne anbringe ist beispielsweise im Rahmen des Cluster Zukunft der Pflege entstanden, Forschung und Traumfahrt gefördert wird.

00:27:08: Und dort sind beispielsweise fünf unterschiedliche Reallabore aufgebaut worden, in einem kann man wirklich mal so einen Blick in die Zukunft werfen wie durch Robotik beispielsweise Pflege unterstützt werden kann zukünftig.

00:27:24: da können also sowohl pflegefachpersonen als auch Angehörige oder pflegebedürftige Zugang gewinnen und ausprobieren.

00:27:31: wir funktioniert denn eigentlich so ein Roboterarm?

00:27:33: welche Kraft muss der aufwenden, um dabei zu unterstützen dass eine Person im Bett beispielsweise mobilisiert werden kann.

00:27:40: Ein anderes Beispiel ist deutlich niedrigschwelliger wenn wir zum Beispiel in die Häuslichkeit gucken.

00:27:44: da sind dann die von der ja bald schon angesprochenen Medikamentenspender ausgestellt.

00:27:49: Da sind andere Hebesysteme ausgestellt, da sind auch Beatmungsgeräte für Menschen für die das relevant ist ausgestellt so dass man einfach wirklich mal erproben kann wie diese Technologien funktionieren der Besuchersicht schaut.

00:28:05: Und für die Forschung hat es vor allem die Bedeutung, dass in verschiedenen Forschungsprojekten Reallorbore immer wieder genutzt werden können um in ähnlichen Settings nochmal auszuprobieren und zu testen und dieses Feedback auch wirklich aus realem Erleben abzuleiten und nicht nur aus dem.

00:28:22: ich beschreibe Ihnen eine Technologie was glauben Sie denn wie sie das finden?

00:28:26: Und dann entsprechend auf der Grundlage auch weiterzuentwickeln noch nicht ganz in der wilden Praxis sind, also nicht ganz an der Häuslichkeit aber auch eben nicht mehr ganz im Labor sondern schon Erfahrungswerte sammeln können die tatsächlich sehr praxisbezogen und relevant sind.

00:28:44: Und das ist ja auch ein großer Beitrag denke ich zur Akzeptanz.

00:28:47: dann wenn man das vorher schon mal ausprobiert hat dann ist es nichts Unbekanntes mehr.

00:28:51: da weiß man worauf man sich einlässt.

00:28:53: haben wir denn sowas in Niedersachsen auch zum Ausprobieren?

00:28:57: Ja also genau das hören Sie schon an meinen Ja, leichten Zögern jetzt.

00:29:06: In unserer Zeit, wo wir seitens der LINGA das Thema AL begleitet haben und wir haben damit angefangen im Jahr zwei Tausendneuen, haben wir auch zwei Musterwohnungen in Aundschreich und in Wolfsburg mit auf den Weg gebracht.

00:29:22: Und soweit ich weiß existiert... Die eine jetzt noch in Braunschweig, da geht es aber eher um eine barrierefreie Musterwohnung die dort präsentiert wird und weniger um die Technik.

00:29:38: und die Gingessertens anfänglichen.

00:29:40: Ein gutes Beispiel ist der kommunale Senioren-Service hier in Hannover, die betreiben noch eine Musterwohnung wo es eben auch diese AL Anwendungen gibt aber es ist zuweilen auch schwierig für diese Betreiber bei der rasant sich ändernen Technik immer auf dem neuesten Stand zu sein.

00:30:04: Und das darf man auch nicht vergessen, dass Niedersachsen-Berohnneues Wohn im Alter hat mit der Fachstelle für Wohnberatung auch die ehrenamtlichen Wohnberater in Niednersachsen mit auf den Tableau.

00:30:19: und da gibt es diese Schwierigkeit Man soll beraten aber Produkt Unabhängig.

00:30:27: Also man möchte jetzt auch keine Werbung oder Schleichwerbung machen und da ist es zuweilen dann doch etwas schwierig, denn da draußen gerade die älteren Menschen, die wünschen sich natürlich praktische Beispiele also technologische Assistenzsysteme zum Anfassen, zum Ausprobieren.

00:30:43: aber das Ganze in die Praxis umzusetzen und auch über Jahre eine Musterwohnung auf den neuesten Stand zu behalten Das ist nicht ganz einfach.

00:30:54: Also haben wir noch eine Hürde identifiziert, Herr Dr.

00:30:57: Stube?

00:30:59: Im Grunde genommen schon.

00:31:00: also ich glaube dass vieles in diesem Bereich auch wichtig ist die Leute die Förderung von Digital- und Medienkompetenzen und der kompetenten Entscheidung.

00:31:12: was brauche ich wirklich für mein Leben um ein Leben besser zu machen?

00:31:16: es ist eine Mainstream Technologie die irgendwie nutzen kann Klar mit den Angehörigen in Kontakt zu bleiben, das ist relativ verbreitet.

00:31:23: Aber welches Überwachungssystem brauche ich da wirklich darin entsprechend?

00:31:27: Und was bedeutet das auch ständig sich überwachen zu lassen, Daten abzugeben?

00:31:31: Wo landen die da eine gewisse digitale Mündigkeit und digitale Souveränität bei den Menschen herzustellen?

00:31:37: Das halte ich halt auch für Teil des Ganzen.

00:31:42: Wenn man sich an Netzwerke wie die Linger wendet oder an Beratungsunternehmen, wie VDI, Innovationen und Technik GmbH.

00:31:52: Jetzt kann ich es einwandfrei aussprechen.

00:31:54: Da kann man auf jeden Fall auch einen Überblick bekommen.

00:31:58: Was können die Lingers beitragen?

00:32:00: Wir richten uns eher an die Ebene der Multiplikatoren.

00:32:04: in Niedersachsen mit unserem Workshop-Format Linger konkret Themenwissen austauschen.

00:32:12: Also da geht es wirklich darum, Best Practice Beispiele vorzustellen.

00:32:17: Wie beim letzten Mal auch aus Österreich sogar.

00:32:20: Da konnten wir online eine Schalte herstellen und wir stellen auch neuste Studien vor und ermöglichen – das ist ganz wichtig – den Austausch über Ressorts- und Branchen hinweg.

00:32:34: Dieses Workshopformat bei uns ist transdisziplinär.

00:32:38: Wir möchten Köpfe öffnen für das Thema und zum Teil auch der Herzen.

00:32:43: Und das ist sehr, sehr wichtig!

00:32:45: Wir propagieren ein neues Bild vom Altherr und vom Altherren und motivieren aber wie er Stube grad gesagt hat eben die älteren Menschen für lebenslanges Lernen damit sie nämlich nicht im Alltag ab.

00:33:00: gehängt werden, sondern digitale Souveränität erlangen und erhalten.

00:33:05: Und hierbei ist auch der Austausch zwischen jung und alt sehr hilfreich und auch

00:33:11: gewünscht.".

00:33:12: Und das fördert die LINGER und VDI.

00:33:15: Innovation und Technik im BH berät wie wir gelernt haben die Behörden, die Landesverwaltung Bundesverwaltungen auch KMU richtig?

00:33:25: Genau mit dem entsprechenden Mandat machen wir das natürlich auch gerne.

00:33:29: Also können wir abschließend sagen, es ist nie zu früh sich mit Technologien und Erfindungen zu beschäftigen die das Leben im Alter.

00:33:36: Und auch schon vorher wirklich einfacher machen.

00:33:39: Innovationen sind ein Lernprozess basierend auf Partizipation.

00:33:44: also mehr als Mitreden.

00:33:47: wirkliches Teil nehmen und ausprobieren ja aber innovation braucht seine Zeit.

00:33:52: Aber wenn wir das alles frühzeitig mitdenken dann können gute Ideen vielleicht doch künftig noch etwas schneller praxistauglich im Alltag ankommen.

00:34:02: Ja,

00:34:02: damit sage ich vielen Dank an Delia Walzer, Projektleiterin der Linga und Dr.

00:34:07: Julian Stubbe und Maxi Lutze von der VDI-VDI Innovation & Technik hier in Hannover und Berlin.

00:34:14: Herzlichen Dank!

00:34:16: Herzlichen Tag

00:34:17: auch an Sie!

00:34:18: Vielen herzlichen Dank und schöne Grüße nach Hannover.

00:34:28: Das war Linga Konkret – ein Podcast

00:34:31: von Niedersachsen Next.

00:34:33: Hören sie mal wieder rein.

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